Latino-Amerikastudien

Ziele und Inhalte

Das interdisziplinäre, kulturwissenschaftlich orientierte Profil "Latino-Amerikastudien" vermittelt vertiefte Kenntnisse der Sprachen, der Kulturen und Literaturen des amerikanischen Doppelkontinents mit Schwerpunkt auf den romanisch geprägten Sprach- und Kulturräumen. Es bezieht sich zum einen besonders auf Lateinamerika als ehemaligem spanisch-portugiesischem Kolonialreich in Mittel- und Südamerika, zum anderen aber auch auf den spanisch- und französischsprachigen karibischen Raum sowie auf das französischsprachige Québec. Darüber hinaus werden kulturelle und sprachliche Phänomene in Nordamerika berücksichtigt, die aus der massiven Latino-Immigration und der damit einhergehenden Aufwertung der spanischen Sprache und der Latino-Kultur in den USA resultieren (bspw. sprachliche und literarische latino-amerikanische Phänomene in den USA wie Spanglish und chicano-Literatur).

Neben dem genuin latino-amerikanischen kulturhistorischen Fokus sollen aber auch die transatlantischen Beziehungen zu den ehemaligen romanischen 'Mutterländern' (Spanien, Frankreich, Portugal) sowie zu den Auswanderungsländern in die 'Neue Welt' (v.a. Italien) in den Blick geraten. Insofern ist das Masterprofil sowohl regional wie auch transregional-transkontinental angelegt.

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Studienordnung
Übersichtsdarstellung zum Aufbau des Profils
Musterstudienplan
Modulkatalog (Master "Romanische Kulturen in der modernen Welt")


Interdisziplinäre Verknüpfung

Durch die Vernetzung mit dem MA-Studiengang Nordamerikastudien ist es zudem möglich, neben Veranstaltungen aus der Amerikanistischen Literaturwissenschaft (etwa zur o.g. chicano-Literatur, zu den englischsprachigen Caribbean Studies oder zur Migrantenliteratur Kanadas) auch Veranstaltungen aus der Geschichte oder der Politikwissenschaft (mit Amerika-Schwerpunkt) als Ergänzung zum Romanistik-Schwerpunkt zu wählen.

Durch die Vernetzung mit dem BA-Studiengang Interkulturelle Wirtschaftskommunikation und speziell den Modulen "Grundlagen der Interkulturellen Wirtschaftskommunikation" und "Kulturspezifisches Wissen und Handeln" ist ein Einblick in die kulturvergleichende Kommunikationsforschung, die wirtschaftsbezogene Kulturgeschichte (Zielkultur Lateinamerika), in einschlägige Theorien interkulturellen Handelns sowie in Modelle der interkulturellen Personalentwicklung, des interkulturellen Managements und des interkulturellen Marketings gewährleistet. So hat das Profil einen kulturwissenschaftlichen (vorwiegend literatur- und sprachwissenschaftlich orientierten) Schwerpunkt, ist aber durch die Verknüpfung mit Fachwissen und Methoden aus Geschichte, Politikwissenschaft und Interkultureller Wirtschaftskommunikation auch interdisziplinär angelegt und bietet neben der Möglichkeit zur Vertiefung neuester Forschungsmethoden auch berufsorientiertes, interdisziplinär ausgerichtetes regionalspezifisches Wissen.

Auslandsaufenthalte und Praktika

Für das MA-Profil "Latino-Amerikastudien" ist ein mindestens sechswöchiges Praktikum (in Amerika oder an einer einschlägigen deutschen oder europäischen Einrichtung) oder ein mindestens einsemestriger Studienaufenthalt an einer lateinamerikanischen Universität (z.B. an der Universidad Nacional de La Plata, mit der ein diesbezüglicher Kooperationsvertrag existiert) verpflichtend.

Berufliche Perspektiven

Die Anwendung der erworbenen Methoden, Fähigkeiten und Kenntnisse eröffnet den Absolventen und Absolventinnen, je nach Spezialisierung, ein breites Spektrum beruflicher Tätigkeiten, insbesondere in der universitären und außeruniversitären Forschung und Lehre, der Erwachsenenbildung, in Medien, Behörden, interkulturellen und kulturellen Einrichtungen verschiedensten Zuschnitts sowie in wirtschaftlichen Unternehmen mit einem ökonomischen Interesse am latino-amerikanischen Markt.

Zugangsvoraussetzungen

Bewerbung und Immatrikulation erfolgen für den Masterstudiengang Romanische Kulturen in der modernen Welt. Die Spezialisierung im Profil Latino-Amerikastudien erfolgt durch das Belegen der Lehrveranstaltungen laut Studienordnung.

Voraussetzung für die Zulassung ist ein erster berufsqualifizierender Hochschulabschluss mit der Mindestnote "gut" und mit mindestens einem romanistischen Teilgebiet als Kern- oder Ergänzungsfach (bzw. mindestens 60 LP).

Es gelten weiter folgende Sprachanforderungen :

  • Kenntnisse des Spanischen auf Niveau B2 des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens (Nachweis i.d.R. durch entsprechende Modulprüfungen aus Bachelorstudiengängen oder durch eine Einstufungsprüfung)
  • Kenntnisse in einer weiteren romanischen Sprache, vorzugsweise Französisch oder Portugiesisch, auf (mind.) Niveau A2 (Nachweis i.d.R. durch entsprechende Modulprüfungen aus Bachelorstudiengängen oder durch eine Einstufungsprüfung)
  • Englisch auf Niveau B1 des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens oder Nachweis Abschluss 10. Klasse bzw. 4 Lernjahre

Ausländische Studienbewerber nicht-deutscher Muttersprache müssen Kenntnisse auf dem Niveau der Deutschen Sprachprüfung für den Hochschulzugang (DSH, Stufe 2), Test Deutsch als Fremdsprache (TestDaF, 4 mal TDN 4) oder einer vergleichbaren Prüfung des Goethe-Instituts bzw. der Kultusministerkonferenz (z.B. Kleines deutsches Sprachdiplom) nachweisen.

Ansprechpartner

Prof. Dr. Claudia Hammerschmidt