Das Institut für Romanistik

Die wechselvolle Geschichte des Instituts für Romanistik der Friedrich-Schiller-Universität reicht bis zum Ende des 19. Jahrhunderts zurück. Wie in Berlin, Bonn, Halle und anderswo in Deutschland bildete sich die Romanistik damals auch in Jena nach und nach als eigenständige Wissenschaftsdisziplin heraus. Der erste wesentliche Schritt auf diesem Weg bestand 1885 in der Gründung des Romanisch-Englischen Seminars, als dessen erster außerordentlicher Professor der Schweizer Rudolf Thurneysen ernannt wurde. Als seine Nachfolger vertraten dann während der folgenden Jahrzehnte und ab 1893 als ordentliche Professoren Wilhelm Meyer-Lübke, Eduard Schwan, Wilhelm Cloëtta, Leo Wiese, Ernst Hoepffner, Heinrich Gelzer u.a. die Romanistik in Jena.

Zwar konnte nach Kriegsende zunächst an die Tradition einer Jenaer Romanistik angeknüpft werden, schließlich gelang es jedoch nicht, die im Zuge der 3. Hochschulreform in den 1960er Jahren forcierte Auflösung des Romanischen Seminars abzuwenden. Von der zwischenzeitlich neben Französisch, Italienisch und Spanisch auch Forschung und Lehre zu Portugiesisch und Rumänisch umfassenden Romanistik in Jena wurde nun  - als Teil der Sektion Sprachwissenschaften - lediglich das 1974 eröffnete Zentrum für Sprachintensivausbildung Französisch erhalten.

An die Tradition der umfassenden Vermittlung der Sprachen und Literaturen der fünf großen Nationalsprachen der Romania konnte erst mit der im Jahr 1993 erfolgten Neugründung des Instituts für Romanistik angeschlossen werden.

Heute ist die Jenaer Romanistik eines von wenigen Instituten in Deutschland, an denen das gesamte Spektrum der großen romanischen Sprachen (Französisch, Italienisch, Portugiesisch, Spanisch und Rumänisch) angeboten wird. Das Lehr- und Forschungsprofil des Instituts innerhalb dieser Sprachen ist vielfältig und setzt sich aus den Bereichen:

Literaturwissenschaft

Sprachwissenschaft

Fachdidaktik

Kulturstudien/Landeskunde

Sprachpraxis